Cosentino und die Spanische Botschaft bringen Architektur-Ausstellung „22 SPIEGELGESCHICHTEN“ nach Berlin

Veröffentlicht in: Cosentino

Ausstellung | 22 SPIEGELGESCHICHTEN

  • Vom 10. September bis zum 27. Oktober 2015 findet die Ausstellung „Couples & Co.: 22 SPIEGELGESCHICHTEN SPANISCHER ARCHITEKTEN (2000-2015)“ in der Spanischen Botschaft Berlin statt
  • Für die Ausstellungseröffnung am 9. September ist eine Anmeldung unter emb.berlin.cul@maec.es erforderlich

Auch wenn das 21. Jahrhundert noch keine 16 Jahre alt ist, so lässt sich diese kurze Zeit doch in zwei gleich lange Zeiträume von je acht Jahren unterteilen und in ihrer Mitte das Epizentrum und den Auslöser ansiedeln für all die Veränderungen in den Strukturen, den Strategien und der Architekturproduktion an sich.

Couples & Co. 22 SPIEGELGESCHICHTEN SPANISCHER ARCHITEKTEN schlägt eine der vielen möglichen Lesarten der jüngeren Geschichte der spanischen Architektur vor. Die Teilnehmer aus zweiundzwanzig Architekturbüros bilden in Zweiergruppen organisierte Arbeitsteams, die sozusagen in einen Spiegel blicken, in dem man aufdecken kann, wie sich die letzten sechzehn Jahre in zwei zeitlich symmetrische und kontinuierliche Visionen aufteilen, die sich jedoch im Hinblick auf Ansätze und Ergebnisse asymmetrisch und diskontinuierlich erweisen.

Die ursprüngliche Hypothesen gingen von einer ersten Generation von Architekten über fünfzig aus, die sich der neuen Situation erfolgreich entgegenstellen  konnten, indem sie ähnliche Vorschläge wie jene, die sich auf spanischem Boden bereits bewährt hatten, nun im Ausland vorbrachten; eine zweite Generation von Architekten um die 40, die zwar in Spanien bereits einige Bauwerke erschaffen hatten, aber freiwillig- oder auch nicht freiwillig – auf eine Fortsetzung verzichteten, es aber stattdessen geschafft haben, in neue Territorien einzudringen, die nicht unbedingt mit der Konstruktion zu tun haben; und letztendlich eine dritte Generation von Architekten, die jünger als 40 sind und noch nie etwas gebaut haben, und die sich aus dem Bewusstsein dieser Unmöglichkeit zu bauen heraus mit Enthusiasmus an die Eroberung anderer Bereiche gemacht haben, in denen die Grenzen der Disziplin verwischen und dadurch überraschende Szenarien und neue Möglichkeiten gedeihen lassen.

Sowohl die Ausstellung als auch der Katalog bieten eine mögliche Antwort auf diese Hypothesen und eine Annäherung an die Zukunft der spanischen Architektur. Die verschiedenen Schichten, die sich vor dem Betrachter entfalten, laden ihn allerdings dazu ein, die Ereignisse kurz vor dem wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch am Ende des ersten Jahrzehntes dieses Jahrhunderts auf andere Weise zu interpretieren, um ohne Epik aber mit neuer Sichtweise radikale Erzählungen mit mehr Engagement und Schönheit anzubieten.

Kuratoren: Beatriz Villanueva, Francisco Casas, Teresa Sánchez de Lerín

Teilnehmende  Archiketurbüros:

1. ANTONIO JIMÉNEZ TORRECILLAS

2. ARCHIKUBIK

3. CHURTICHAGA Y DE LA CUADRA SALCEDO

4. CRUZ Y ORTIZ

5. DJARQUITECTURA

6. ELAP

7. MANSILLA & TUÑÓN

8. EXANDOUNAMANO

9. FAKE INDUSTRIES

10. GAP

11. GRUPO ARANEA

12. MEDIOMUNDO

13. MI5

14. MMSA

15. NIETO SOBEJANO

16. OAB

17. SELGAS CANO

18. SOL89

19. TALLER DE CASQUERÍA

20. TEMPERATURAS  EXTREMAS

21. VAUMM

22. ZULOARK